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Daretzhof

Ortseinblick in die Gemeinde Großenlüder

Kleinlüder
ist ein Ortsteil der Gemeinde Großenlüder im Landkreis Fulda in Hessen.
Ortsvorsteher ist Frank Reith.
Kleinlüder liegt etwa 6 km südlich an der Einmündung der Kalten Lüder in die Lüder. Im Westen treffen sich die Landesstraßen 3139 und 3141.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahre 1574. Das älteste Bauwerk ist der Wehrturm aus dem 13. Jahrhundert. Seit der Gebietsreform in Hessen 1972 gehört der einst selbstständige Ort zur Gemeinde Großenlüder. Die Kirche wurde an Stelle des alten Gotteshauses im Jahre 1919 geweiht. Im Ort gibt es ein Bürgerhaus.

Über die Gemeine Großenlüder kann folgendes berichtet werden:
Großenlüder liegt in 245 bis 420 Meter Höhe an den östlichen Ausläufern des Vogelsberges. Höchste Erhebung der Gemeinde ist der Finkenberg mit 420 m. Auf diesem befand sich bis in die 1990er Jahre eine HAWK-Flugabwehrraketenstellung der US-Streitkräfte. Großenlüder liegt etwa 11 Kilometer westlich von Fulda.

Durch die Gemeinde fließt der Fluss Lüder, der drei Orten der Gemeinde den Namen gab. In den Auen des Flusses befindet sich eine Salzquelle, die ausschlaggebend für die frühe Besiedelung der Gegend war. Bis 1997 war diese an das Heilbad Bad Salzschlirf verpachtet.


Nachbargemeinden

Großenlüder grenzt im Norden an die Gemeinde Bad Salzschlirf (Landkreis Fulda), im Nordosten an die Stadt Schlitz (Vogelsbergkreis), im Osten an die Stadt Fulda, im Südosten an die Gemeinde Neuhof, im Südwesten an die Gemeinde Hosenfeld (alle drei im Landkreis Fulda), sowie im Westen an die Gemeinden Herbstein und Wartenberg (beide im Vogelsbergkreis).


Gemeindegliederung

Hauptort der Gemeinde, der ihr auch den Namen gab, ist Großenlüder; nachstehend sind alle Ortsteile mit der Einwohnerzahl (Stand 31.12.2010) aufgeführt.

*Großenlüder (3.639)
* Bimbach (2.112)
* Müs (1.099)
* Kleinlüder (1.016)
* Uffhausen (489)
* Eichenau (144)
* Lütterz (82)

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Großenlüder im Jahre 822, als eine von Abt Eigil erbaute Kapelle durch den Erzbischof von Mainz geweiht wurde. Diese Kapelle kann noch besichtigt werden.
Im Mittelalter entwickelte sich der Ort zu einem verwaltungstechnischen Mittelpunkt. So war Großenlüder Sitz eines Fuldaer Amtes und Gerichts. Adelige Familien des Ortes waren die Herren von Lüder und die Herren von Döring. Ritter Wigand von Lüder wird als Vorfahr des Reformators Martin Luther angesehen. Wigand soll sich in der Gegend von Möhra (Südthüringen), dem Geburtsorte des Vaters von Martin Luther niedergelassen und seinen neu gegründeten Sitz vom Fuldaer Abte als Lehen empfangen haben. Im Hinblick darauf glaubte auch die bestehende Familie Luther ihre Abstammung von dem buchischem Geschlecht von Lüder herleiten zu dürfen. Wigand von Lüder kommt zwischen den Jahren 1302 bis 1308 siebenmal als Zeuge in Kauf- und Verkauf- und Pachtverträgen, welche die Herrschaft Frankenstein und das Amt Salzungen betreffen, vor.
Das Dorf Großenlüder war mit Wall und Graben umgeben. Um das Jahr 1220 wurde in Großenlüder eine zweite, größere Kirche errichtet, deren Chorraum ebenfalls erhalten ist. Im ausgehenden Mittelalter wurden Amt und Gericht Großenlüder vom Fuldaer Fürstabt an das Fuldaer Stiftskapitel verpfändet, das Herr über Amt und Gericht wurde. Somit erhielt Großenlüder eine Sonderstellung innerhalb des Hochstifts Fulda.
Weihnachtsmarkt in Großenlüder

Im Jahre 1735 wurde die Barockkirche eingeweiht. Nach der Säkularisation 1802 teilte Großenlüder das Schicksal des gesamten Hochstifts, der Ort kam an Oranien-Nassau bis 1806 Napoléon Bonaparte die Provinz Fulda annektierte. 1810 wurde sie Teil des Großherzogtums Frankfurt. Nach dem Wiener Kongress 1815 und nach einer einjährigen preußischen Verwaltung kam der Ort zu Kurhessen.
Durch den Deutschen Bruderkrieg 1866 wurde Großenlüder mit ganz Kurhessen Teil des Königreichs Preußen und bildete ein so genanntes Oberamt (Gerichtsbezirk) für den gesamten westlichen Landkreis Fulda. Erst 1940 wurde das Gericht Lüder aufgelöst.
Im Jahre 1972 wurde die Großgemeinde Großenlüder gebildet.